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  • Wanderung zum Seewener-See
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nfbaselbiet | Veröffentlicht am 30. März 2026 |

30. März 2026

Wanderung zum Seewener-See

Sonntag, 29. März 2026

Unsere Wanderung begann mit der Anreise per Zug und Bus nach Seewen. Dort angekommen, führte uns Rita in die Geschichte des verschwundenen Seewenersees ein. Sie zeigte den 18 Teilnahmenden eindrücklich, wo sich bis ins Jahr 1588 ein See befand. Dieser war am Ende der letzten Eiszeit durch einen gewaltigen Bergsturz bei Fulnau entstanden, bei dem der Seebach aufgestaut wurde.

Ein besonders spannendes Kapitel dieser Geschichte ist mit dem Jahr 1588 verbunden: Zwei zum Tode verurteilte Häftlinge erhielten die Chance auf Freiheit, wenn es ihnen gelänge, einen 220 Meter langen Tunnel durch die Erd- und Felsmassen zu graben, um den See zu entleeren. Die harte Arbeit forderte jedoch ihren Preis – einer der beiden Männer kam ums Leben. Der andere, bekannt als «Welschhans», überlebte und erhielt tatsächlich seine Freiheit. Er stammte aus der welschen Schweiz und trug vermutlich den Namen Jean. Ein kleiner Abstecher zu diesem sogenannten «Seeloch», dem Tunneleingang, hat sich gelohnt. Ob irgendwann das Seeloch wieder zugestopft wird und der See neu gebildet wird – wir wissen es nicht.

Nach diesem historischen Einstieg machten wir uns an den Aufstieg auf einen steilen Bergschuttkegel, der ebenfalls durch die gewaltigen Felsmassen des Bergsturzes entstanden war. Oben angekommen, erwarteten uns die Überreste der ehemaligen Burg Steineck. Die steilen Treppen und engen, natürlich entstandenen Felsspalten vermittelten uns das Gefühl, in eine längst vergangene Zeit einzutauchen.

Der Rückweg führte uns über einen aussichtsreichen Höhenweg. Dabei genossen wir einen herrlichen Blick auf den ehemaligen Seegrund und die umliegende Berglandschaft. Zum Abschluss der Wanderung kehrten wir im Restaurant des Musikautomaten-Museums ein, wo wir den Tag in gemütlicher Runde ausklingen liessen.

Text und Fotos: Jean-Bernard

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