
Vom englischen Landschaftsgarten in die wilde Aare-Landschaft
31. Mai 2025
Es war eine grosse Gruppe, die an diesem Samstag den Zug nach Schönenwerd nahm. Ihr Weg führte sie auf das Bally-Areal, der einstigen Hochburg für elegante, qualitativ hochwertige Schuhe. Hier hat Carl Franz Bally ab dem 19. Jahrhundert Schwemmland trocken legen und darauf seine Fabriken erbauen lassen. Doch nicht nur das, er hat auch einen Park angelegt, der für seine Angestellten und für die Öffentlichkeit zugänglich war.
In den Fabriken ging 1999 das Licht aus, die Gebäude wurden umgenutzt. In die ehemalige Herrenschuhfabrik zog ein Outlet Store ein, in der Stanzerei hat sich Gewerbe angesiedelt, und das Kosthaus mit seinen runden Fensterbögen kann für Anlässe aller Art gemietet werden. Die drei Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Der Park, ebenfalls geschützt, hingegen ist noch immer für alle offen, und so schlenderten auch wir durch dieses Juwel englischer Gartenkunst. Aare-Landschaften, kleine Weiher, exotische Pflanzen, eine Pfahlbausiedlung – es gab vieles zu bestaunen, bevor wir den Weg nach Aarau unter die Füsse nahmen. Immer wieder boten sich unterwegs schöne Ausblicke auf den Fluss, der hier oft noch wild fliessen darf.
Bald schon kündigte eine Pferderennbahn auf der rechten Seite Aarau an. In der nahe gelegenen Bar ‘Summertime’ fanden wir dank Reservation alle Platz, den Ausflug gemütlich und mit Blick auf die Aare ausklingen zu lassen. Und ja: Summer – das war es wirklich an diesem Samstag.
Text: Monika Schweizer / Fotos: Jean-Bernard Etienne



