
Mein Abenteuer bei: Mini Chuchi – dini Chuchi
Wollte ich in meinem Alter noch ein Fernsehstar werden oder ein paar GaultMillau-Punkte sammeln? Nein, es war einfach so eine Idee, bei der Sendung mitzumachen. Meine Frau und ich schauten uns die Sendung regelmässig an, und meine Frau war es auch, die damals zu mir sagte, das wäre doch noch was für mich. Also meldete ich mich an und schon kurze Zeit später wurde ich auserwählt, meine Kochkünste den Fernsehzuschauern zu präsentieren.
Nun wurde ich das erste Mal nervös. Wie läuft das? Was sage ich? Was wird in der Sendung gezeigt? Fragen über Fragen, und ab und zu kamen mir Bedenken, worauf ich mich da eingelassen habe.
Mittlerweile hatte ich mich mit dem Fernsehteam auf ein Menü geeinigt, dieses ein paarmal probegekocht, und nun stehe ich an einem Montagabend, Punkt 18.00 Uhr, vor dem Haus des ersten Kandidaten und lerne meine Kochkollegen und -kolleginnen kennen. Das Team vom Fernsehen ist auch schon da, und als wir mit einem Mikrofon verkabelt wurden, ging es auch schon los. Fragen mussten beantwortet werden. Möglichst spontan und authentisch sollten sie sein. Und natürlich mussten Szenen auch mehrmals wiederholt werden. Dann endlich das erste Menü unseres Gastgebers auf dem Tisch – Hammermenü – die Messlatte mal so richtig hoch gesetzt. Natürlich ein Ansporn, mein Essen auch so toll hinzubekommen. Dienstag- und Mittwochabend noch zweimal das gleiche Prozedere. Langsam liess die Nervosität nach, und es kam so etwas wie Routine zum Zuge. Auch waren die Menüs nicht mehr ganz auf so hohem Niveau – also brauchte ich mich nicht zu verstecken.
Donnerstag, mein grosser Tag. Zum Glück herrschte wunderbares Wetter, und wir konnten praktisch alles, ausser Kochen, draussen durchziehen. Zu Beginn Interview über mein Leben und meine Hobbies, danach den Dreh des ersten Teils in der Küche. Meine Nervosität legte sich, und so konnte ich den Nachmittag immer mehr geniessen, und es machte so richtig Spass. Auch mit meinem Essen war ich im Grossen und Ganzen zufrieden und erhielt von meinen Mitstreitern gute 35 Punkte, was ich an diesem Abend aber noch nicht wusste. So ungefähr habe ich mir dies gewünscht, und war deshalb zufrieden.
Nun konnte ich am letzten Tag der Sendung nur noch etwas nervös abwarten, welche Punktzahl ich erhalten würde. Das mittlerweile zur Routine gewordene Drumherum konnte ich noch ein letztes Mal richtig geniessen. Nach der Punktevergabe liessen wir den Abend und die vergangenen Tage mit einem kühlen Getränk ausklingen.
Es war eine sehr interessante Woche, dich ich hinter mir hatte. Ich erhielt einen tiefen Einblick in die professionelle Arbeit eines Aufnahmeteams einer solchen Sendung. Wenn ich nun im TV ähnliche Sendungen verfolge, muss ich auch immer an den Aufwand denken, der hinter einer solchen Produktion steckt.
Zum Schluss noch dies: Falls jemand nun auch mit dem Gedanken spielt, bei solch einer Sendung mitzumachen – macht es. Es ist eine erfrischende Erfahrung.
Matthias Jäggy / Fotos: Matthias, SRF
Hier findet ihr die Sendung mit Matthias







