
Dem Schiffenensee entlang zur Einsiedelei Magdalena
Sonntag, 19. April 2026
Als die 25-köpfige Wandergruppe – davon 7 Schnupper-Gäste – im Bahnhof Düdingen ausstieg, schien die Sonne. Markante Wolken verzierten den Himmel. Unser Weg führte zunächst in das idyllische „Stille Tal“, wo ein sanft plätschernder Bach, dichter Wald und das Zwitschern der Vögel unsere ersten Schritte begleiteten.
Schon bald öffnete sich das Tal und gab den Blick auf einen Seitenarm des Schiffenensees frei. Der künstlich angelegte See beeindruckt mit seiner fjordartigen Gestalt. Hier verläuft die Sprachgrenze zwischen dem deutsch- und dem französischsprachigen Teil des Kantons Freiburg – im Volksmund auch augenzwinkernd „Röstigraben“ genannt.
Ein besonderer Höhepunkt der Wanderung war die Magdalena-Einsiedelei. In den steilen Sandsteinfelsen haben zwei Einsiedler im frühen 18. Jahrhundert eine beeindruckende Anlage geschaffen: eine Kapelle sowie mehrere Wohnräume; alles von Hand in den Felsen gehauen. Dieser Ort ist schweizweit einzigartig und eine faszinierende Verbindung von Natur und Kultur.
Nach einer wohlverdienten Mittagspause im Garten der Einsiedelei ging es weiter über den imposanten Grandfey-Viadukt. Diese kombinierte Eisenbahn- und Fussgängerbrücke überspannt die Saane in rund 80 Metern Höhe. Beim Überqueren eröffnete sich ein spektakulärer Blick in die tiefe Schlucht und auf die umliegende Landschaft.
Mit dem Überqueren dieser Brücke wurde auch symbolisch die Sprachgrenze überschritten: Nun befanden wir uns im französischsprachigen Teil des Kantons. Im Restaurant de Grandfey genossen wir Kaffee, Glace oder ein kühles Getränk. Schliesslich führte der Weg weiter nach Fribourg.
Text: Rita / Fotos: Jean-Bernard











