
Ausflug zu den Fischergalgen
Samstag, 13. Juni 2026
An diesem sonnigen Nachmittag begleitete ich eine interessierte Gruppe von 18 Mitgliedern zum Fischergalgen-Häuschen Nr. 55 am Elsässerrheinweg unterhalb des Novartis-Campus. Zwei Profis vom Vorstand des Vereins der «Basler Galgenfischer 1920», Galgenwartin Anna-Katharina Egli und Rolf Jeger, empfingen uns herzlich und berichteten aus vergangenen Zeiten, als die Fischerei in Basel noch ein wichtiger Erwerbszweig war.
Anschliessend führte uns Anna-Katharina rheinaufwärts zu ihrem privaten, pittoresken Fischergalgen. An diesem lauschigen Ort durften wir eines der inoffiziellen Wahrzeichen Basels, ein Bijou wie aus dem Ferienkatalog kennenlernen. Unterwegs erzählte sie Spannendes über die Bedeutung des Rheins, die Pflege der Rheinufer und natürlich über das Fischen. Dabei profitierten wir von ihrem grossen Wissen und ihren vielfältigen Erfahrungen. An etlichen Fischergalgen sind wir bis jetzt achtlos vorbeigegangen, ohne ihre Bedeutung zu kennen. So ermöglichen z.B. die Steinhaufen im Rhein den Fischen, in ruhigem Wasser eine Pause einzulegen, was eine wesentliche Voraussetzung für das Galgenfischen ist.
Sorgen bereitet der Rückgang des Fischbestands. Verschiedene Projekte auf kantonaler Ebene und unter Mitwirken der Natur- und Umweltorganisationen verfolgen zusammen mit den Fischern das Ziel, den Bestand zumindest zu halten. Auch gegen Littering setzt sich der Verein tatkräftig ein.
Herzlichen Dank an Anna-Katharina und Rolf für die interessante Führung und die vielen eindrücklichen Einblicke in die Geschichte und Tradition der Basler Galgenfischerei. Mit dem erworbenen Wissen werden wir jetzt beim Flanieren am Rhein die Fischergalgen mit anderen Augen wahrnehmen. Anna-Katharina könnte locker «Fischergalgenführungen» für Basel Tourismus anbieten. Erfolg wäre garantiert.
Zum Abschluss kehrten wir im Restaurant «Chez Jeannot» ein und genossen Glace, Kuchen sowie erfrischende Getränke in gemütlicher Runde.
Text: Rita / Fotos: Jean-Bernard














